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Schiffmühlen-Backrezepte - ausgesucht und empfohlen von den Schiffmüllern der Schiffmühle Minden
(Rezepte als pdf-Datei hier)
Roggenvollkornbrot Rezept für ein etwa 1 kg schweres
Brot
750 g Roggenvollkornmehl 1 EL Salz 1 EL gemahlener Kümmel oder Koriander 1 Würfel Hefe (42 g) 1 EL Zucker 150 g Sauerteig 150 g Kürbis- oder
Sonnenblumenkerne Mehl zum Kneten Fett für das Blech
1. Mehl, Salz und Kümmel (Koriander) in Schüssel geben. Hefe mit Zucker in 1/2 l lauwarmen Wasser auflösen und mit
zimmerwarmem Sauerteig zum Mehl geben. Kürbis- oder Sonnenblumenkerne hinzufügen und durchkneten. Zugedeckt an warmem Ort 2 Std. gehen lassen.
2. Teig durchkneten, formen und auf
gefettetes Backblech legen. Noch einmal 30 Min. gehen lassen und Backofen auf 250° vorheizen.
3. Brot im Backofen [unten, Umluft 230°] 10 Min. backen, 1 Tasse heißes Wasser mit auf
Backblech stellen.
4. Hitze auf 200° [Umluft 180°] herunter schalten, Backblech eine Leiste höher einschieben und Brot 40-45 Min. backen. Fertiges Brot mit heißem Wasser bepinseln
und im ausgeschalteten Backofen noch 10-15 Min. ruhen lassen.
Vitales Teebrot
300 ml Milch (lauwarm) 150 g geschrotetes Getreide 50 g Dunkelmehl 250-300 g Weizenmehl (550) 2 EL
Honig 1 TL Salz 30 g Margarine 20 g Frischhefe
Alles zu einem Knetteig verarbeiten und 20 Min. ruhen lassen. Den Teig in eine Backform geben - 30 Min. raschen
lassen.
Backen: ca. 45 Min. bei 180°C Umluft, nach 30 Min. Brot aus Form nehmen und weiter backen (gibt schönere Kruste).
Buttermilch-Stuten
400 ml Buttermilch 200 g
Mehl 100 g Schrot 75 g Zucker 1 Ei 1 Eigelb 42 g Hefe 1 TL Salz
Alles zu einem Knetteig verarbeiten und 30 Min ruhen lassen.
100 g Butter schmelzen 300
g Mehl (550)
Butter und Mehl zu dem Vorteig geben, kneten, in Backform geben - 30 min raschen lassen.
Oberfläche mit Wasser bestreichen.
Backen: 1 Stunde bei 150°C
Umluft
Einfaches Sauerteigbrot
500 g Roggen-Sauerteig 1 EL Zucker 1 EL Salz (knapp) 200 g Roggenmehl 300 g Weizenmehl 200 ml Wasser
Alle Zutaten in
einer Schüssel gut verkneten, bis sich der Teig von der Schüssel löst.
Bei Verwendung von reinem Vollkornmehl oder Schrot bis zu 100 ml Wasser mehr zugeben.
Dann eine Kugel
oder einen Laib formen, auf ein gefettetes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und an einem warmen Ort zugedeckt so lange gehen lassen, bis sich das Volumen ungefähr verdoppelt
hat. (Kann je nach Wärme, Mehlsorte, Sauerteig-Stärke 2 bis 6 Stunden dauern.)
Den Ofen auf 200°C vorheizen. Blech einschieben und ca. 60 Min. backen.
Das Brot ist fertig,
wenn es beim Daraufklopfen hohl klingt (oder wenn an einem hinein gestochenen und wieder herausgezogenen Stäbchen kein Teig mehr klebt). Nach dem Backen auf einem Gitter auskühlen
lassen.
Sauerteig - ein kleiner Exkurs
Während Brote aus Weizenmehl ohne weiteres nur mit dem Zusatz von Hefe gebacken werden können, gelingen Brote, die teilweise oder ganz
aus Roggenmehl bereitet werden, besser mit Sauerteig.
Für Brote, die ohne Hefezusatz ordentlich gehen sollen, ist ein schön ausgereifter Sauerteig wichtig. Diesen erkennt man an
einer starken Bläschenbildung, sein Volumen hat ordentlich zugenommen und er riecht (und schmeckt) säuerlich.
Wer Zweifel an der Triebkraft seines Sauerteiges hat, sollte für die
ersten Versuche lieber etwas Hefe in den Brotteig mengen. Sauerteig mag Wärme, 20 Grad sind Minimum, um ordentlich zu gären. Man sollte allerdings nicht übertreiben, mehr als 30 Grad ist
nicht gut für die im Sauerteig enthaltenen Hefen, die sterben dann. Für Brote nur mit Sauerteig gilt: mindestens 40% des Brotes besteht aus Sauerteig. Sonst reicht die Triebkraft nicht
aus und es muss Hefe bei der Teigbereitung zugefügt werden.
Brote mit Sauerteig müssen wesentlich länger gehen als Hefebrote. Das kann je nach Stärke des Sauerteiges und der
Temperatur mehrere Stunden sein.
Vom Sauerteig kann für einen neuen Ansatz etwas aufgehoben werden (ein paar Löffel voll reichen). Wird der neue Ansatz damit "geimpft",
dauert die Zubereitung das nächste Mal nicht so lange.
Im Kühlschrank hält sich Sauerteig in einer abgedeckten Schüssel ein paar Tage. Er kann aber auch für mehrere Monate
eingefroren werden. Oder er wird mit Mehl solange vermengt, bis er krümlig und trocken ist. So kann er im Kühlschrank ein paar Wochen lagern und wird beim nächsten Mal einfach mit etwas
lauwarmen Wasser verrührt.
Sauerteig klassisch
100 g Mehl (Weizen- oder Roggenmehl, wobei Roggenmehl für unsere Gegend gebräuchlich ist) mit 100 ml lauwarmen
Wasser vermischen und an einem warmen Ort (Minimum sind 20 °) 24 Stunden stehen lassen.
Dann wieder 100 g Mehl und 100 ml Wasser zugeben, mischen und 24 Stunden stehen lassen. So
verfahren, bis man genügend Sauerteig hat.
Wenn der Teig säuerlich riecht, Bläschen bildet und sein Volumen vergrößert hat, ist er fertig.
Sauerteig Variante
1
(Rezept für ca. 500 g Sauerteig, ersetzt ca. 40 g Hefe in den Brotrezepten, da er mit Hefe angesetzt wird ein guter Anfänger-Teig)
15 g frische Bäckerhefe mit 0,3 l
lauwarmen Wasser und 2 Teelöffeln Zucker verrühren, dann 200 g Weizen- oder Roggenmehl einrühren. Den Teig mindestens ein bis zwei Tage abgedeckt an einen warmen Ort stehen lassen
(Minimum sind 20 °). Riecht er säuerlich, ist er fertig.
Sauerteig Variante 2
1/16 l Buttermilch mit 2 gehäuften EL Roggenmehl (es geht natürlich auch mit
Weizenmehl) glatt rühren und 24 h warm stellen (Minimum sind 20 °). Am nächsten Tag die gleiche Menge Buttermilch und Mehl zufügen und vermengen. Am dritten Tag das ganze noch einmal
wiederholen.
Wenn sich Bläschen bilden und das Volumen zugenommen hat, ist dieser Sauerteig gebrauchsfertig.
Guten Appetit wünschen die Schiffmüllerinnen und
Schiffmüller von der Schiffmühle Minden!
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